So schmecken verschiedene Knoblauchsorten – als Black Garlic

Geschmäcker sind so unterschiedlich wie die Knoblauchsorten selbst. Doch immer wieder ist zu hören, wie fast alle Menschen gewisse Nuancen im Knoblauch wiederfinden. Sie beschreiben den Geschmack nach Lakritze, etwas säuerlicher Pflaume, gerösteter Vanille und einer feinen, aber klaren Geschmacksempfindung nach weißem Knoblauch. Natürlich verändern sich die einzelnen Geschmacksrichtungen, je nach verwendeter Knoblauchsorte. Deshalb ist es wichtig, die meistbekannten Sorten zu kennen und zu unterscheiden. Gerade in der Spitzengastronomie wird variiert, um den Geschmack der veredelten Speise genau für den Kunden abstimmen zu können.

Diese drei Knoblauchsorten solltest du unbedingt kennen

Jede dieser Sorten ist für den Herbst/Winteranbau bestens geeignet, sodass du sie im Frühjahr bis Sommer ernten kannst!

Der milde und pflegeleichte Alleskönner

Der „Elefantenknoblauch (Allium ampeloprasum)“ zählt zu den Urpflanzen, wenn es um Knoblauch geht. Ursprünglich kommt dieser Knoblauch aus Süderopa, Nordafrika und dem Nahen Osten. Dieses Gewächs wird bis zu 1,80 Meter groß. Jede ihrer Knollen – dieser äußerst zähen Pflanze – wiegen je nach Pflege bis zu 500 Gramm. Die Vorteile bei dieser Art sind vor allem ihre Resistenz gegenüber starker Nässe, Kälte, aber auch Trockenheit. Gerade wenn du vor hast, Knoblauch selbst zu ziehen, kann ich dir diese pflegeleichte Pflanze empfehlen. Geschmacklich ist diese Art nicht zu aufdringlich, da sie im Vergleich zu anderen Sorten noch relativ mild ist. Ein besonderer Tipp für deine Küche im Sommer: Diese Knollen lassen sich toll grillen, durch ihre üppige Größe.

Der Lieblingsknoblauch jeder Lady

Geschickt wickelt dieser Knoblauch jede Dame um den Finger, die Knoblauch mag. Denn die französische Sorte „Germidour“ weist violett-gestreifte Knollen, sowie rosa-weiße Zehen auf. Auf dem Gaumen schmeckt sie eher mild-würzig mit einer feinen Spur süßer Aromen. Gerade durch ihre exzellente Lagerfähigkeit ist sie gut geeignet um größere Mengen zu verarbeiten. Für leckere Soßen aller Art, würde ich empfehlen, diese Sorte auszuprobieren. Und weil sie nicht all zu prägnant wirkt, passt sie grundsätzlich in jede Art von Speise.

Der bewährte Klassiker für jeden Anlass

Wenn es darum geht, einen bewährten, geschmacksintensiven Allrounder auszusuchen wähle ich am liebsten die Sorte „Solent Wight“. Durch ihre äußerst aromatischen Früchte zeichnet sich diese Art aus. Der an kühle Temperaturen gewöhnte Brite entwickelt große, weiße Knollen, und fängt auch nicht zu blühen an, weshalb sie auch etwas pflegeleichter ist als andere Sorten. Gerade wenn man nicht all zu viel in der Küche experimentieren möchte, kann ich dir diesen Knoblauch ans Herz legen. Mit seinen typischen Eigenschaften, so wie wir es vom handelsüblichen Knoblauch gewöhnt sind, überzeugt er mich auf jeder Ebene.

Der Liebling der Spitzengastronomie

Nicht nur ich liebe dieses wundervolle Gewächs, auch unsere Gastronomen schätzen diese kostbare Pflanze.

Der Koch Quique Dacosta aus Valencia (Spanien) beschreibt den weißen und schwarzen Knoblauch in Symbiose als „Ying und Yang“. Denn beide Arten harmonieren hervorragend und der weiße Knoblauch rundet beispielsweise eine Soße mit dem schwarzen Knoblauch perfekt ab. Wenn du schon einmal in Spanien warst, hast du bestimmt die Liebe der Spanier zu dieser Pflanze am eigenen Leib erfahren. Denn egal ob man sein Mittagessen im spanischen Restaurant Hühnchen mit Soße, die mit schwarzem Knoblauch verfeinert ist, serviert bekommt. Oder etwa einem morgens ein Brot mit Honig, der nach schwarzem Knoblauch schmeckt, bei der Gastfamilie gereicht wird. Und auch wenn der Tag mal wieder lange und aufregend war, du an der Bar mit Freunden dein schwarzes Knoblauchbier genießt. Niemand kommt so schnell an der gesunden Köstlichkeit vorbei, wenn er in Madrid (Spanien) eine Genussreise machen möchte.

Ein scharfer Genuss-Tipp nur für dich!

Selbstgemachtes Knoblauchöl zur kreativen Verwendung in der Küche

Mit diesem Öl holst du dir ein Stück von der Spitzengastronomie in deine eigene Küche.

Wenn du so wie ich, keine Lust mehr hast, auf herkömmliche und „fade“ Öle in deinen Speisen hast, ist das hier dein Rezept!

Hierfür schälst du 25 Knoblauchzehen und wäscht diese kurz ab. Inzwischen gibst du 750 ml kalt gepresstes Olivenöl in einen kleinen Topf und erwärmst dieses vorsichtig (nicht zu heiß, damit die Nährstoffe schlussendlich erhalten bleiben!). Danach gibst du die Knoblauchzehen zu dem Öl und lässt das Ganze etwa 30 Minuten nur leicht erwärmt ziehen. Die Zehen sollten mit dem Öl im Topf vollständig abkühlen. Nachdem du die Zehen dann abgeseiht hast, füllst du das Öl in eine saubere Flasche, und verschließt sie am besten mit einem Korken oder Schraubverschluss. Fertig ist dein selbstgemachtes Knoblauchöl, dass bereits jetzt zur Verwendung bereit ist. Wichtig, damit es möglichst lange die beste Qualität behält, solltest du es an einem dunklen, kühlen Ort lagern und vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen.

 

Quellenverzeichnis

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/probier-doch-mal/ein-schwarzes-wunder-81103

http://gartenjournal.net/Knoblauch-arten-sorten

http://allium.kpr-eshop.eu/de-ch/Knoblauch-germidour

http://poetschke.de/Pflanzen/Gemuesepflanzen/Knoblauch-Pflanzgut/Pflanzknoblauch-Germidour-rosa-franzoesischer.html

Buch: Kräuter & Gewürze von Ursula Braun-Bernhart,

Buch: Die Geheimrezeptur der Kräuterbäuerin von Kranabetter, Weidenweber

Buch: Gemüse für jeden Garten von Alan Buckingham

 

Ein Kommentar

  1. Diese lustigen falsch/ richtig Beiträge habe ich früher auch mal gemacht und das kam gut an 😉 Übrigens eignen sich ebenfalls Avocado für den Kühlschrank, dann reifen sie viel langsamer nach und Kartoffeln mit so langen Trieben kann man einfach im Garten eingraben und bekommt so neue Knollen, jedenfalls, wenn es noch nicht so spät im Jahr ist 🙂

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.