Mit diesen Reiskochern gelingt der schwarze Knoblauch immer

Die besten Reiskocher in der Übersicht

Russell Hobbs 19750-56 ReiskocherSeverin RK 2425 ReiskocherAicok Multikocher 7 in 1 Reiskocher
Volumen: 1,8 Liter, ausreichend für bis zu 8 Knoblauchköpfe.Volumen: 3 Liter, ausreichend für bis zu 15 KnoblauchköpfeVolumen: 6 Liter, ausreichend für bis zu 30 Knoblauchköpfe
Warmhaltefunktion vorhandenWarmhaltefunktion vorhandenWarmhaltefunktion vorhanden
Stromverbrauch: 10€ pro DurchgangStromverbrauch: 13€ pro DurchgangStromverbrauch: 20€ pro Durchgang
Preis: 26,99 € bei Amazon.dePreis: 36,01€ bei Amazon.dePreis: 79,99 € bei Amazon.de
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Knoblauch kommt in vielen Kochrezepten zur Anwendung, jedoch haben nicht wenige Genießer ein kleines Problem mit dem intensiven Aroma des Knoblauchs, der sich nach übermäßigem Genuss nicht nur über den Atem, sondern ebenso über die Haut bemerkbar macht. Eine gute und zugleich noch gesündere Alternative zum frischen Knoblauch ist der schwarze Knoblauch, eine gewissermaßen veredelte Variante. Die Pflanze Knoblauch selbst, die der Gattung des Lauchs zuzuordnen ist, kommt ursprünglich aus Zentralasien und wurde von dort aus vom Menschen schon vor Jahrtausenden langsam in Europa, in Afrika und letztlich auch dem Doppelkontinent Amerika verbreitet. Zentralasien ist auch der Ort, an dem zum ersten Mal der schwarze Knoblauch hergestellt wurde. Hierbei werden frische und ungeschälte Knoblauchzehen einer Fermentation unterzogen, einer Wärmebehandlung unter Ausschluss von Sauerstoff. Das hört sich komplizierter an, als es tatsächlich ist. Wie es am einfachsten funktioniert, erfährst Du hier.

Wir wollen uns in diesem Artikel nicht der eigentlichen Herstellung widmen, sondern uns mit drei verschiedenen Reiskochern befassen, die sich für den Fermentationsprozess von schwarzem Knoblauch besonders gut eignen.

 

Wie ich die Black Garlic Reiskocher bewertet habe

Das wichtigste Kriterium, das bei unserem Reiskocher-Test angelegt wird, besteht aus einer Warmhaltefunktion, denn diese ist ausschlaggebend für die Anfertigung von schwarzem Knoblauch. In der Fermentation erfolgt durch den Luftausschluss und die relativ geringe Wärmezufuhr eine Umwandlung der Inhaltsstoffe des Knoblauchs, so auch der Schwefelverbindungen, die letztlich den typischen Knoblauch-Atem verursachen. Natürlich besitzen alle drei von uns getesteten Reiskocher eine solche Warmhaltefunktion, die sich separat an- und ausschalten lässt. Da die Fermentation von Knoblauch zu schwarzem Knoblauch eine echt zeitintensive Angelegenheit ist, stellt sich natürlich auch die Frage nach dem Stromverbrauch, der zu jedem Gerät einzeln erläutert wird. Nun aber zum eigentlichen Test, den wir Dir gestaffelt nach Volumen vom Kleinsten zum Größten darstellen werden.

 

Der Russell Hobbs 19750-56 Reiskocher

Der englische Hersteller Russell Hobbs, gegründet 1952, fertigt und vertreibt eine große Palette an Haushaltsgeräten, darunter auch Reiskocher. Der hier vorgestellte Russell Hobbs Reiskocher verfügt über ein Volumen von 1,8 l. Das Gerät kann mit seinen 700 Watt Leistung auch als Dampfgarer genutzt werden und besitzt eine zweijährige Garantie beim Verkauf über Amazon.

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Der erste Eindruck überzeugt von der Wertigkeit des eher kleineren Reiskochers. Nicht nur die Außenhülle besteht aus Edelstahl, auch der eigentliche Gartopf ist in antihaftbeschichtetem Metall ausgeführt. Er besitzt zwar nur wenige Zusatzfunktionen, jedoch kann dies durchaus ein Vorteil sein, denn umso weniger kann kaputtgehen. Gut, der Glasdeckel ist schon einer gewissen Bruchgefahr unterlegen, dafür erlaubt er einen Einblick in den Vorgang, ohne das Gerät öffnen zu müssen. Der etwa 1 kg schwere und 32 cm hohe Reiskocher überzeugt durch schlichte, aber funktionale Stabilität und das kann bei dem für die Produktion von schwarzen Knoblauch notwendigen Langzeitbetrieb nur gut sein. Die für uns wichtige Warmhaltefunktion lässt sich am Hauptschalter vorne manuell ein- und ausschalten. Im Normalbetrieb, also etwa beim Reiskochen, schaltet sich die Warmhaltefunktion automatisch nach der Garzeit ein. Wenn überhaupt, so ist vielleicht die etwas kurz und einfach gehaltene Bedienungsanleitung zu bemängeln, jedoch braucht es keineswegs ein Elektronikstudium, um das Gerät auch ohne diese Anleitung schnell zu verstehen. Alles in allem besitzt der Russell Hobbs 19750-56 mit nur 26,99 Euro Verkaufspreis ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis, bezogen etwa auf einen 1- oder 2-Personen-Haushalt. Für eine Familie dürfte das Volumen von 1,8 l vielleicht zu gering sein.

Der Stromverbrauch resultiert aus dem Gesamtvolumen und in unserem Fall der Warmhaltetemperatur. Für eine Knoblauch-Fermentation über einen Zeitraum von neun Tagen bei rund 80 Grad Celsius sowie einem durchschnittlichen Strompreis von 30 Eurocent die Kilowattstunde sind beim Russell Hobbs mit etwa 10 Euro Stromkosten über diesen Zeitraum zu rechnen. Das sind 2,16 Eurocent die Stunde. Das ist im Übrigen nicht abhängig von der Menge der Knoblauchzehen, die in den Reiskocher gefüllt werden.

 

Der Severin RK 2425 Reiskocher

Wie sein Vorgänger besitzt auch der Severin eine Funktion zum Dampfgaren. Der deutsche Hersteller Severin wurde bereits 1892 gegründet. Er fertigt und vertreibt hauptsächlich Haushaltsgeräte, die neben Deutschland überwiegend in Asien hergestellt werden.

Im Großen und Ganzen unterscheidet sich der Severin vom Russell Hobbs kaum in den Funktionen und auch er verfügt über ein Edelstahlgehäuse und einen antihaftbeschichteten Gartopf. Mit einem Volumen von 3 l bei 650 Watt Leistung besteht jedoch hinsichtlich der Menge an schwarzem Knoblauch, die angefertigt werden kann, ein recht großer Unterschied.

Obwohl beim Severin der Deckel beim Schließen arretiert wird, ist er kein Dampfdruckkochtopf. Zu bemängeln wäre vielleicht das viele Plastik im und am Deckel und das etwas kurz geratene Stromanschlusskabel. Auch der Severin erlaubt am vorne angebrachten Schalter die manuelle Einstellung der Warmhaltefunktion. Mit 36,01 Euro liegt der Severin, umgerechnet auf das Volumen von 3 l, in einer eigentlich günstigeren Preisklasse als der rund neun Euro billigere Russell Hobbs. Immerhin erlaubt er die Zubereitung der fast doppelt so großen Menge, ob nun Reis oder schwarzer Knoblauch.

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Er ist auch günstiger in Bezug auf den Stromverbrauch, wenn das Volumen voll ausgenützt wird. Die anfallenden Stromkosten in der Einstellung „Warmhalten“ steigen nicht prozentual gleich zum Volumen, sondern stabilisieren sich nach Aufheizphase unabhängig vom Volumen, wenn das Gerät während der Fermentation nicht geöffnet wird. Die Stromkosten über den Zeitraum von neun Tagen dürften bei etwa 12 bis 13 Euro liegen.

Aicok Multikocher 7 in 1 Reiskocher

Hinter der Marke Aicok steckt die Changchun Chengji Technology CO., LTD. mit Sitz im chinesischen Shenzhen. Ein riesiges Unternehmen, das auf Haushalts- und Kommunikationsgeräte spezialisiert ist.

Der Aicok Multikocher verdient den Zusatz Multi durchaus zu Recht, ist das Gerät doch nicht nur ein Reiskocher mit immerhin 6 l Volumen, sondern auch ein Schnellkochtopf und Dampfgarer. Allerdings sind die angegebenen 7 Kochfunktionen etwas übertrieben. Hier wurde die Zubereitung einzelner Gerichte, wie etwa Porridge, zur gesonderten Kochfunktion hochstilisiert. Im Grunde geht es um einzelne Temperaturstufen und damit verbundene drei einstellbare Druckstufen, die aber durchaus das beschleunigte Zubereiten von Speisen ermöglichen. Das Ganze wird über ein umfangreiches Bedienpaneel an der Vorderseite eingestellt, so auch die Warmhaltefunktion. Dahinter steckt ein Microprozessor, der das Zusammenspiel von Garzeiten und Druckstufen steuert. Der 1000 Watt starke Aicok überzeugt durch Edelstahl außen wie innen, denn der Gartopf ist hier nicht antihaftbeschichtet. Aber ein Gartopf aus Edelstahl ist nicht das schlechteste, denn Antihaftbeschichtungen halten nicht ewig, Edelstahl hingegen sehr lange. Etwas skeptisch macht die bereits erwähnte Microprozessorsteuerung, denn diese sind oft anfällig für Störungen, was beim Aicok besonders fatal wäre, da er manuell nicht bedient werden kann, höchstens noch als ganz normaler Kochtopf, aber dafür sind dann 79,99 Euro doch wieder viel Geld. Immerhin gibt Aicok als einziger Hersteller für sein Gerät mit drei Jahren Garantie ein Jahr mehr, als der Gesetzgeber ohnehin verlangt.

Nun wieder zum Stromverbrauch zur Herstellung von schwarzem Knoblauch. Der dürfte beim Aicok über neun Tage hinweg im Warmhaltemodus bei rund 20 Euro liegen, immerhin fasst das Gerät 6 Liter. Damit ließe sich dann aber auch eine wirklich ordentliche Menge schwarzer Knoblauch herstellen, der ja glücklicherweise recht lange haltbar ist.

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Fazit: welcher Reiskocher ist der beste, um schwarzen Knoblauch selber zu machen?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Der Russell Hobbs Reiskocher ist sicherlich das unkomplizierteste Gerät aller drei hier vorgestellten Reiskocher, aber eben auch der Kleinste. Es ist wohl eine Frage des Bedarfs. Der Aicok mit 6 l Volumen geht hingegen schon fast in den gewerblichen Bereich hinein und glänzt dazu durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Der Severin stellt sich ohne Zweifel als gute Mittellösung dar und ist eindeutig der Preis-Leistungssieger dieses Tests, sowohl im Stromverbrauch wie im Einkaufspreis.